| GRÜNDERIN KAROLINA GERHARDINGER | ||||
"Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll vor sich." Um der Bildungs- und Glaubensnot entgegenzuwirken, regte Bischof G. M. Wittmann Karolina an, selbst Lehrerin zu werden. Bei dieser Tätigkeit erwachte in ihr der Wunsch, sich im Ordensstand dem Herrn ganz zu schenken. Mit zwei Gefährtinnen begann sie 1833 in Neunburg vorm Wald ein klösterliches Leben und wurde damit zur Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Am 16. November 1835 legte sie ihre Ordensgelübde ab und trug von da an den Namen Maria Theresia von Jesu. In ihrer glühenden Liebe zu Gott setzte sie alles ein für die Ausbreitung seines Reiches unter den Menschen; dafür begeisterte sie auch andere. Ihr apostolisches Anliegen war es, den Mädchen, vor allem den ärmsten unter ihnen, eine gediegene Erziehung und Bildung zu vermitteln und so zur Formung der christlichen Familie beizutragen. Vom Mutterhaus in München sandte sie ihre Schwestern in die bayerischen Dörfer und Städte, in andere Länder Europas und nach Nordamerika. Armut war das Fundament ihrer Gemeinschaft, die Eucharistie Quelle ihrer Kraft, Maria ihr Vorbild. Als Mutter Theresia am 9. Mai 1879 starb, wirkten mehr als 2500 Schwestern in Schulen, Waisenhäusern, Kindergärten und Pensionaten. Bei allem Erfolg war sie stets die treue Magd des Herrn geblieben, deren dienende Liebe ganz dem "Werk Gottes" gehörte. Ihre Hochherzigkeit, mit der sie sich ihrer Sendung verpflichtet wusste, ist für alle, die der Kongregation angehören, ein stets neuer Anruf. Heute dienen über 5000 Schwestern in mehr als 30 Ländern dem Volk Gottes durch ein breit gefächertes Apostolat, das auf Erziehung ausgerichtet ist. Mutter Theresia wurde am 17. November 1985 in Rom seliggesprochen. |
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