SSND Heute

Orientierung zu einer zeitge-
mäßen Weiterentwicklung und
Vertiefung unserer Spiritualität
geben uns die Beschlüsse und
Aktionsaufträge der Generalkapitel,
zu denen sich die Delegierten der
einzelnen Provinzen und Regionen
alle fünf Jahre versammeln.



DAS GENERALKAPITEL


Das Generalkapitel ist ein Kollegium, dem gewählte Delegierte und Ex-officio-Mitglieder angehören und in dem alle Provinzen und Regionen vertreten sind. Wenn es tagt, ist das Generalkapitel die höchste Autorität in der Kongregation. (ISG 93)


Die Themen der vier letzten
Generalkapitel:

"Die Sorgen der Armen zu unseren
 eigenen Anliegen zu machen."
 (18. Generalkapitel - 1987)

"Im Glauben wagen für eine ge-
 rechtere, menschenwürdige Welt".
 (19. Generalkapitel - 1992)

"Vom Geist Jesu Christi gedrängt,
 ringen wir in Solidarität mit den
 Armen um Gerechtigkeit und eine
 weltumfassende Einheit".
 (20. Generalkapitel - 1997)

"Aufruf zu tiefgreifender
 Verwandlung".
 (21. Generalkapitel - 2002)

Aufruf 1997



Das Generalkapitel:


Wir, die Mitglieder des 21. Gener-
alkapitels, hören den Wunsch unserer
Schwestern, tief aus den Quellen unseres
Lebens zu schöpfen - durch die Kon- templation Gottes und durch eine stärkere Verwurzelung in unserer Spiritualität, unserem Charisma und unserer Sendung als A.Schulschwester v.U.L.Fr.

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AUFRUF ZU TIEFGREIFENDER VERWANDLUNG

 

Wir hören 
den Schrei unserer Welt.
Obwohl nach Gottes Plan die Erde und ihre Menschen gut und kostbar sind, befinden sie sich heute in einem brüchigen, gespaltenem und zerrissenen Zustand.

Während uns die vielen Bemühungen um größere Zusammenarbeit und um Frieden mit Hoffnung erfüllen, sehen wir auch, dass die zunehmende Globalisierung die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft. Wir schätzen den Reichtum, mit dem unsere Welt durch die Vielfalt der Kulturen und Religionen beschenkt ist; wir sehen aber auch, wie Menschen häufig aus Unkenntnis, mit Feindseligkeit und Gewalt auf andere reagieren.

 

Deshalb rufen wir jede Schwester unserer internationalen Kongregation auf, sich ganz zu öffnen für eine tiefgreifende innere Wandlung um der Sendung Jesu Christi willen, damit die gesamte Schöpfung eins werde in der Fülle der Liebe Gottes.

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IN UNSERER ZEIT VERLANGT TIEFGREIFENDE VERWANDLUNG FOLGENDES:

 

Wir lassen uns
als apostolische Ordensfrauen ein auf die Kontemplation als Lebensweise

und schöpfen aus dem innersten der Liebe Gottes, wie sie sich uns in

Jesus Christus offenbart.

 

Wir stellen uns
der Herausforderung von theologischer Weiterbildung und Theologischer 

Reflexion, damit wir unsere Spiritualität und unser Charisma als Schulschwestern weiter klären, besser verstehen und mit erneuter Vitalität in Kirche und Welt leben.

 

Wir bekennen uns 
aus neuer Überzeugung heraus zur Erziehungs- und Bildungsarbeit im Sinne unserer Konstitution, dass nämlich die Welt verwandelt werden kann durch eine Änderung der Menschen. (ISG, K 22, 24)

 

Wir öffnen uns 
persönlich und als Gemeinschaft für die notwendige Umkehr, damit wir bereitwillig einen einfachen Lebensstil annehmen, der dem Geist des Evangeliums entspricht, die Sorgen der Armen zu unseren eigenen Anliegen machen und der Schöpfung ehrfurchtsvoll begegnen. (ISG, K 16-17,  GD 17-19)

 

Wir bezeugen 
in prophetischer Weise Versöhnung und Einheit durch die Art, wie wir miteinander 
leben in der lokalen geistlichen Gemeinschaft und in unserer multikulturellen,

internationalen Kongregation.

 

Als Frauen  der Hoffnung
setzen wir Tag für Tag unser Leben ein für jene Einheit, um derentwillen Jesus Christus gesandt war.

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